News
Here you can subscribe to the news of the rgeo-team: RSS-Feed (mostly in German)
Lena Neumann, M. Ed. auf dem 2nd World Symposium on Climate Change Communication 2018 in Graz
In den letzten Jahren zeichnet sich beim wissenschaftlichen Diskurs eine Verlagerung ab, raus aus dem „Elfenbeinturm der Wissenschaftscommunity“ und rein in die „Mitte der Bevölkerung“. In diesem Zusammenhang kommt der Frage, wie sich wissenschaftliche Erkenntnisse am besten für verschiedenste Zielgruppen aufbereiten lassen, zunehmend Bedeutung zu. Auf dem 2nd World Symposium on Climate Change Communication in Graz, 07.-09.02.2018, wurden diverse Forschungsarbeiten und Projekte im Bereich der Klimawandelkommunikation vorgestellt und diskutiert. Unter den gut 50 Teilnehmenden waren u. a. Vertreter aus Wissenschaft, von NGOs, städtischen Ämtern und auch Politik vertreten. Das Projekt „Klimawandel findet Stadt“ wurde von Lena Neumann gemeinsam mit ihren Kolleginnen der Projektstandorte Bochum (Katharina Feja) und Trier (Svenja Lütje) sowohl in einem Vortrag, als auch auf einem Poster vorgestellt. Ein Beitrag über das Projekt wird außerdem in einem Band unter dem Titel „Adressing the Challenges in Communicating Climate Change Across Various Audiences“ enthalten sein, der im Nachgang zur Tagung veröffentlicht wird.

Wissenschaftlicher Beirat des Projekts „Klimawandel findet Stadt“ tagt in Heidelberg

Der Klimawandel stellt zurzeit eine der größten gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen dar. Insbesondere urbane Räume sind aufgrund des städtischen Wärmeinseleffekts und der hohen Bevölkerungsdichte besonders vom Klimawandel betroffen. Das von der Abteilung Geographie der Pädagogischen Hochschule Heidelberg in Kooperation mit der Universität Bochum und der Universität Trier konzeptionierte Umweltbildungsprojekt „Klimawandel findet Stadt“ zielt auf die Förderung der Beurteilungs- und Handlungskompetenz Jugendlicher im Kontext von Klimawandelfolgen und Anpassungsmaßnahmen in urbanen Räumen ab. Das von der DBU geförderte Projekt besteht aus einem Dreiklang aus Erhebungen im Gelände (Beobachtungsraum), Analysen im Labor (Laborraum) und der Realisierung von Anpassungsmaßnahmen im Lebensumfeld der Jugendlichen (Handlungsraum). Innerhalb der Räume werden die Kompetenzen der Schüler/innen stufenweise ausgebaut, was diese dazu befähigt, im thematisierten Kontext eigenständig aktiv zu werden.
In die Entwicklung der Lernmodule sowie die Implementierung der Module in den Schulen sind zahlreiche Akteure involviert: Neben Fachwissenschaftlern und Fachdidaktikern tragen städtische Ämter und Schulpraktiker durch ihre Expertise und Erfahrung zur erfolgreichen Umsetzung des Projekts bei. Ein Gremium, welches darüber hinaus einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätssicherung des Umweltbildungsprojekts leistet, ist der wissenschaftliche Beirat. Dem Projektbeirat aus „Klimawandel findet Stadt“ gehören Ulrike Peters (Projektverantwortliche von Seiten der DBU), Prof. Dr. Ingo Eilks (Chemiedidaktiker und BNE-Experte der Universität Bremen), Prof. Dr. Armin Lude (Biologiedidaktiker mit dem Schwerpunkt Botanik und Umweltbildung der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg), Prof. Dr. Stephan Schuler (Geographiedidaktiker mit den Forschungsschwerpunkten BNE und systemisches Denken der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg) und Petra Müller-Lommel (Geographiefachleiterin des Zentrums für Lehrerausbildung Hagen) an.
Der wissenschaftliche Beirat von „Klimawandel findet Stadt“ tagt in regelmäßigen Abständen und kam zuletzt kam am 15.02.2018 an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg zusammen, um dem Projektteam in konzeptionellen sowie inhaltlichen Fragen beratend zur Seite zu stehen. An eine kurze Vorstellung der bereits erzielten Ergebnisse und der in den kommenden Monaten anstehenden Arbeitsschritte schloss sich eine produktive Diskussion an, aus der zahlreiche konstruktive Anregungen und Vorschläge hervorgingen. Anschließend blieb bei Häppchen und Kaffee und Kuchen ausreichend Zeit für einen vertiefenden Austausch in Kleingruppen.
Beiratstreffen am 15.02.2018 in Heidelberg. Von links nach rechts: Karl-Heinz Otto, Petra Müller-Lommel, Leif Mönter, Katharina Feja, Svenja Lütje, Lena Neumann, Ingo Eilks, Svenja Brockmüller, Armin Lude. Foto: Marianne Bader.
rgeo bei der 3rd Future Earth Summit in Berlin
Was heißt nachhaltige Entwicklung und wie kann die Wissenschaft nachhaltige Entwicklung auf globaler Ebene erfolgreich fördern und implementieren? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich der 3rd Future Earth Summit vom 8. - 9. Februar 2018 in Berlin. Unter dem Motto "From Knowledge to Action" trafen sich über 260 Fachwissenschaftler, Experten und zahlreiche weitere Akteure zum inter- und transdisziplinären Austausch. Die Research Group for Earth Observation (rgeo) wurde vertreten durch Dr. Tobias Matusch, Geschäftsführer des UNESCO-Lehrstuhls für Erdbeobachtung und Geokommunikation von Welterbestätten und Biosphärenreservaten. Im Rahmen des Summits wurde das prämierte Space2Place-Projekt als Research Blog Post vorgestellt. Das E-Learning Modul, eingebettet in die E-Learning Umgebung von Geo:spektiv, soll Akteuren von UNESCO-Schutzgebieten den Zugang zur Erdbeobachtung ermöglichen und die Nutzung vereinfachen.
![]() | ![]() |
Links: Zahlreiche Vorträge, Podiumsdiskussionen und Arbeitsgruppensitzungen boten vielfältige Möglichkeiten zur Diskussion und zum gemeinsamen Austausch. Rechts: Das Deutsche Komitee für Nachhaltigkeitsforschung lud vom 08. - 09. Februar zum 3rd Future Earth Summit
Neben der Vorstellung aktueller Forschung im Bereich der Nachhaltigkeit und nachhaltigen Entwicklung, wurden insbesondere in kleinen parallelen Arbeitsgruppen, den sogenannten Knowledge-Action Networks (KANs), konkrete Herausforderung und Lösungsansätze diskutiert. Die internationale Gemeinschaft hat sich mit den 17 Sustainable Development Goals (SDGs) keine leichte Agenda vorgenommen. Alle Ziele haben eine große Bedeutung, sind aber nicht immer harmonisch miteinander vereinbar. Welche Zielkonflikte es gibt und wie mögliche Kompromisslösungen aussehen können, wurde u.a. im Knowledge-Action Network zu den SDGs unter dem Thema “SDGs and trade-offs: Biomass as an example for the role of science in policy formulation and implementation“ debattiert.
Gemessen wird die Implementierung der SDGs mit Hilfe von insgesamt 232 Indikatoren. Viele Indikatoren sind allerdings sehr komplex und wurden zum Teil noch gar nicht erhoben. Diskutiert wurde daher auch die Erwartungshaltung an die Wissenschaftscommunity in Bezug auf die Indikatoren sowie die damit einhergehende Verantwortung. Trotz des inter- und transdisziplinären Ansatzes des 3rd Future Earth Summits waren Akteure aus der Wissenschaft in deutlicher Überzahl. Nur vereinzelt konnte ein Dialog mit politischen Entscheidungsträgern und Akteuren aus der Privatwirtschaft stattfinden. Die erfolgreiche Implementierung vorhandenen Wissens zur Umsetzung der SDGs steht daher mehrheitlich noch am Anfang. Unter anderen zukünftige Erweiterungen von Space2Place werden einen zusätzlichen Beitrag von rgeo zur Vermittlung von Fachwissen rund um das Thema Erdbeobachtung darstellen.
Das Kepler-Gymnasium in Pforzheim ist Kooperationsschule im KliN!-Projekt
Mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen der Abteilung Geographie - Research Group for Earth Observation (rgeo) der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und dem Kepler-Gymnasium in Pforzheim konnte das Umweltbildungsprojekt „Dem Klimawandel nachhaltig begegnen lernen – Förderung der Handlungskompetenz von Jugendlichen zur Anpassung an die regionalen Folgen des Klimawandels in Baden-Württemberg (KliN!)“ auch in der Region Nordschwarzwald verankert werden.
Ziel des Projekts ist es, mit den Schülerinnen und Schülern die regionalen Folgen des Klimawandels in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld zu untersuchen und nachhaltige Anpassungsstrategien für die inzwischen unvermeidbaren Folgen der klimatischen Veränderungen zu entwickeln. Die Inhalte werden dabei über speziell an die Region angepasste Lernmodule in den Unterricht eingebunden: Untersuchungen im Gelände, vertiefende Analysen im Labor sowie die Erarbeitung von Prozessen im Experiment und Modell sind dabei Kern des methodisch-didaktischen Konzeptes für das Projekt.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Kepler Gymnasium.
Gefördert wird das Projekt aus Mitteln der Glücksspirale vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.
![]() | ![]() |










