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Drohnen für den Umweltschutz: Erfolgreiches Monitoring von Streuobstbeständen
Immer wieder kreist eine Forschungs-Drohne der Pädagogischen Hochschule Heidelberg über die Streuobstgebiete der Gemeinde Bad-Schönborn: Im Rahmen des Forschungsprojekts "Streuobst erfassen, bewerten und Patenschaften vermitteln", gefördert durch die Audi Stiftung für Umwelt, gelang den Beteiligten nun ein wichtiger Fortschritt in der automatisierten, digitalen Klassifikation und Bewertung der Obstbaumbestände: Die Genauigkeit der Software beim Erkennen der Baumarten konnte auf rund 90 Prozent gesteigert sowie zuverlässig Informationen über die Vitalität des Bestands abgeleitet werden. Auf Basis dieser Ergebnisse sollen passgenaue Maßnahmen zum Schutz und zur Pflege der Bestände abgeleitet werden.
Die Projekt-Mitarbeiter*innen der Abteilung Geographie – Research Group for Earth Observation (rgeo) entwickelten dazu mithilfe der Drohnenaufnahmen ein Modell zur automatisierten Erkennung des Vitalitäts- und Pflegezustands der Streuobstbäume. Infrarotaufnahmen einer Multispektralkamera helfen, den Zustand einzelner Obstbäume zu erkennen sowie unterschiedliche Sorten voneinander abzugrenzen. Zusammen mit den sich überlappenden Aufnahmen der Drohnenkamera, aus denen Oberflächenmodelle der Landschaft abgeleitet werden, machen sie die Beschaffenheit der Streuobstfläche als 3D-Modell sichtbar. Außerdem wurden Unterrichtskonzepte für verschiedene Jahrgangsstufen an Schulen zur Vermittlung der Bedeutung von Streuobst entwickelt. Ziel ist es, Schulen, Kurgäste und die einheimische Bevölkerung in Form von Bildungsangeboten für diese Kulturlandschaftsform zu sensibilisieren und so den Schutz des Lebensraums heimischer Artenvielfalt zu fördern.
Rüdiger Recknagel, Geschäftsführer der Audi Stiftung für Umwelt, unterstützt dies: "Unsere Stiftungsarbeit verknüpft den Einsatz moderner Technologien mit dem Umweltschutzgedanken. Dieses Projekt kombiniert wissenschaftliches Know-how mit Aufklärungsarbeit, Umweltbildung und individuellem Engagement und schafft so ein nachhaltiges Bewusstsein für Lebensraumerhaltung und Artenvielfalt." Der Projektleiter Prof. Alexander Siegmund ergänzt: "Für uns ist das Streuobstprojekt ein Modellvorhaben, bei dem sich die Potenziale des Einsatzes moderner Drohnen- und Geotechnologie für den Erhalt und die Vermittlung dieser einzigartigen Kulturlandschaft ideal verbinden lassen. Als UNESCO Lehrstuhl für Erdbeobachtung und Geokommunikation haben wir große Erfahrung in Umweltforschung und Nachhaltigkeitskommunikation, die wir hier bestens einbringen können."
Als Basis für ein langfristiges Streuobstwiesen-Monitoring entwickeln Studierende der Dualen Hochschule Baden-Württemberg eine erste Testversion des Online-Kartendienstes in Form eines internetbasierten interaktiven Geographischen Informationssystems (WebGIS), das die Ergebnisse der Drohnen-Befliegungen für alle Interessierten zugänglich und interaktiv nutzbar machen soll.
Die Pressemitteilung der Audi-Stiftung finden Sie hier.
Die Audi Stiftung für Umwelt fördert Geomonitoring. (Foto: AUDI AG)
Kooperations-Workshop "Nebel in ariden Gebieten"
The Chilean-German research collaboration between the Department of Geography - Research Group for Earth Observation (rgeo) at Heidelberg University of Education & Heidelberg University and the Centro UC Desierto de Atacama at Pontificia Universidad Católica de Chile has organized the workshop "Fog in arid Regions" on July 23rd.
The workshop was led by Prof. Dr. Alexander Siegmund and Dr. Camilo del Río and was attended by many researchers related to fog investigations in different arid regions, with special emphasis on Atacama and Namib. Dr. Jan Schween (University of Cologne), Prof. Dr. Jörg Bendix (University of Marburg) and Prof. Dr. Jan Cermak (Karlsruher Institut für Technologie) presented the progress of their research.
Prof. Dr. Alexander Siegmund (rgeo )and PhD student Juan Carlos Pastene presented "The coastal fog research in the Atacama Desert - Understanding biosphere-atmosphere interactions on the driest place on Earth", a general framework of ongoing research on the fog climate and its interaction with fog ecosystems. Dr. Camilo del Río presented the overall concept of his project related to the construction of the fog water map on the coast of the Atacama Desert.
The objectives of the workshop were the exchange of knowledge, discussing various research questions and advances about fog climatology and fog ecosystems as well as discussing potential future co-operations.

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Die chilenisch-deutsche Forschungs-Kollaboration zwischen der Abteilung für Geographie – Research Group for Earth Observation (rgeo) der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, der Universität Heidelberg und des Centro UC Desierto de Atacama at Pontificia Universidad Católica in Chile hat am 23. Juli 2021 einen Workshop zum Thema "Nebel in ariden Gebieten" ausgerichtet.
Der Workshop wurde von Prof. Dr. Alexander Siegmund und Dr. Camilo del Río geleitet und zahlreichen Wissenschaftler*innen aus dem Bereich der Nebelforschung in Trockengebieten mit dem geographischen Schwerpunkt auf die Atacama und der Namib Wüste, besucht.
Dr. Jan Schween (Universität Köln), Prof. Dr. Jörg Bendix (Universität Marburg) und Prof. Dr. Jan Cermak (Karlsruher Institut für Technologie) stellten den neuesten Stand ihrer Forschung vor.
Prof. Dr. Alexander Siegmund und Juan Carlos Pastene von rgeo präsentierten in ihrem Vortrag "Erforschung küstennaher Nebelbildung in der Atacama-Wüste – Biosphäre-Atmosphäre-Interaktionen am trockensten Ort der Welt verstehen" ein generelles Framework der aktuellen Erforschung von Nebel-Klima und seinen Interaktionen mit Nebel-Ökosystemen.
Dr. Camilo del Río präsentierte das übergreifende Konzept seines Projekts zur Konstruktion der Nebel-Wasser-Karte an der Küste der Atacama Wüste. Das Ziel des Workshops lag darin, neue Erkenntnisse und Forschungsfragen aus dem Bereich der Nebel-Klimawissenschaft und Nebel-Ökosystemen zu diskutieren und zukünftige Kooperationen zu planen.
Chile-Kooperation: Dr. Camilo del Río besucht rgeo
Within the framework of the research cooperation on fog ecosystems in the Atacama Desert between the Research Group for Earth Observation (rgeo) and the Centro UC Desierto de Atacama (CDA) of the Pontificia Universidad Católica de Chile, Dr. Camilo del Río is currently visiting rgeo from June 24th to August 26th.
His visit seeks to strengthen the collaboration between both institutions and discuss the progress of ongoing projects, potential scientific publications and possibilities for new funding.
Dr. del Río has commented "the relationship between CDA and rgeo continues to increase year after year. We are consolidating our joint research with a series of scientific publications that show how step by step we are increasing our understanding of the fog geo-ecosystem. The scientific findings are the result of a monitoring network of atmospheric and biological variables that we have built together with a lot of effort. As CDA we have much to thank Prof. Dr. Alexander Siegmund and rgeo team. We look forward to a long-lasting collaboration”.
The cooperation between both institutions is long-standing and has managed to develop a broad and robust multidisciplinary research network on the dynamics of the stratocumulus (Sc) cloud, regional fog climate and fog ecosystems.

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Im Rahmen der Forschungskooperation zwischen der Research Group for Earth Observation (rgeo) und dem Centro UC Desierto de Atacama (CDA) der Pontificia Universidad Católica in Chile zu Nebel-Ökosystemen in der Atacama-Wüste, besucht Dr. Camilo del Río die Abteilung für Geographie vom 24. Juni bis zum 26. August 2021. Sein Besuch soll die Kollaboration zwischen beiden Institutionen und den Austausch innerhalb des laufenden Projekts hinsichtlich möglicher Publikationen und neuer Fördermöglichkeiten stärken.
Dr. del Río führt an: "Die Zusammenarbeit zwischen CDA und rgeo wird von Jahr zu Jahr stärker ausgebaut. Mit einer Reihe wissenschaftlicher Publikationen legen wir unsere gemeinsame Forschung zusammen und steigern somit Schritt für Schritt unser Verständnis über das Nebel-Geo-Ökosystem. Die wissenschaftlichen Studien sind das Ergebnis eines Monitoring-Netzwerks aus atmosphärischen und biologischen Variablen, das wir unter großem Aufwand gemeinsam aufgebaut haben. Als CDA danken wir Prof. Dr. Alexander Siegmund und dem rgeo-Team sehr – und freuen uns auf eine lang andauernde Zusammenarbeit."
Die Kooperation zwischen beiden Institutionen besteht bereits seit mehreren Jahren und hat ein multidisziplinäres Netzwerk ausgebildet, dass sich mit der Dynamik von Haufenschichtwolken (Stratocumuli), regionalem Nebelklima und Nebel-Ökosystemen beschäftigt.
TRANSFER TOGETHER Klima-Workshop mit Auszubildenden der Südzucker AG
Im Rahmen des Projekts TRANSFER TOGETHER – Climate Change Education, das durch die Abteilung Geographie – Research Group for Earth Observation (rgeo) der Pädagogischen Hochschule Heidelberg umgesetzt wird, fand im Juli 2021 ein Klimabildungsworkshop mit den Auszubildenden der Südzucker AG statt. An vier Tagen kamen von den drei Unternehmensstandorten in der Metropolregion Rhein-Neckar (Mannheim, Offenau und Offstein) eine kleine Gruppe von 10 Auszubildenden in Präsenz zusammen, um gemeinsam über die betrieblichen Risiken und Chancen durch den Klimawandel zu diskutieren.

Impressionen des TRANSFER TOGETHER Klima-Workshops mit Azubis der Südzucker AG (Fotos: Südzucker/ rgeo)
Am ersten Tag trafen sich die Teilnehmenden in Kirschgartshausen auf dem Versuchsgut der Südzucker AG. Nach einer Vorstellung des Versuchsguts durch Dr. Peter Risser wurde auf das zentrale Thema des Workshops, den Klimawandel, übergeleitet. Die Bedeutung der Landwirtschaft als Quelle und Senke von Treibhausgasen wurde thematisiert und mit einem Rollenspiel zur Zukunft der Bioenergie in Deutschland beendet.
Der zweite Tag fand im "Geco-Lab – Kompetenzzentrum für geoökologische Raumerkundung" der Abteilung Geographie in Heidelberg statt. Am Vormittag konnten die Azubis an vier Modellen im Labor die Relevanz verschiedener Folgen des Klimawandels für die Südzucker AG erarbeiten. Die Rolle der Böden und die Entstehung von Hochwasser, aber auch die Hitzebelastung am Arbeitsplatz standen im Vordergrund. Am Nachmittag wurden die neuen Erkenntnisse aus dem Labor mit den regionalen Folgen des Klimawandels in Verbindung gesetzt und über die Notwendigkeit zur Klimaanpassung gesprochen.
In der Folgewoche am dritten und vierten Tag wurde dementsprechend der Schwerpunkt auf die Betroffenheit der Südzucker AG durch den Klimawandel gesetzt. Mit Hilfe der Szenariomethode identifizierten die Azubis in Kleingruppen verschiedene Klimawandelfolgen, mit denen die Südzucker AG in den nächsten Jahren und Jahrzehnten konfrontiert werden könnte. Die Ergebnisse wurden auf einem Poster gesammelt und dienten als Basis für die Design Thinking Methode am vierten und letzten Workshop-Tag. In Partnerarbeit haben die Azubis Klimaanpassungsmaßnahmen skizziert, die die Verwundbarkeit der Südzucker AG gegenüber zukünftigen Klimaveränderungen reduzieren können.
Der Workshop wurde von allen beteiligten Seiten als sehr relevant wahrgenommen und positiv bewertet. Eine Wiederholung mit weiteren Auszubildenden der Südzucker AG ist bereits in Planung.





