03.01.'19

Alexander Gersts Appell aus dem All und die Chancen innovativer Umweltbildung


Von der Internationalen Raumstation ISS verschickte ESA-Astronaut Alexander Gerst Ende des Jahres eine Botschaft an seine zukünftigen Enkel. Gerst nutzte - wie schon so oft - seine Mission für einen Appell an die Menschheit. "Im Moment sieht es so aus, dass wir - meine Generation - euch den Planeten nicht gerade im besten Zustand überlassen werden." In seiner Videobotschaft spricht er von Luftverschmutzung, Müll in den Meeren und sinnlosen Kriegen. Besonders erschrocken sei er im Sommer außerdem über die Trockenheit in Deutschland gewesen.

Ein Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft ist für eine Zukunft des Planeten Erde unabdingbar. Triebfedern eines solchen Transformationsprozesses können - neben dem Wissenstransfer von Nachhaltigkeitsaspekten - vor allem Bildungsinnovationen sein, die zur Förderung von System- und Gestaltungskompetenz beitragen. Aus zahlreichen Projekten der Research Group for Earth Observation (rgeo) gehen aus diesem Grund innovative Umweltbildungsmodule hervor.

 

 

Im Arbeitsbereich "Climate Change Education" werden beispielsweise in einer Reihe von Projekten im Geco-Lab, Kompetenzzentrum für geoökologische Raumerkundung der Abteilung Geographie, innovative Lernsettings zu den regionalen Folgen des Klimawandels für unterschiedliche Adressatengruppen entwickelt. Hierzu führen die Teilnehmer/innen eigene Geländeerhebungen, Laboranalysen und Modellexperimente durch. Im TRANSFER TOGETHER Teilprojekt "BNE - Climate Change Education" nutzt die Abteilung Geographie zudem Szenariotechniken und Design Thinking zur Klimawandelkommunikation im Austausch mit Unternehmen und Gesellschaft.

Das neu gegründete „Heidelberger Zentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, dessen geschäftsführender Direktor Prof. Dr. A. Siegmund ist, trägt dazu bei, wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und in den Grenzen der ökologischen Belastbarkeit des Systems Erde zu gestalten, indem Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als Leitprinzip in Lehre, Forschung und Transfer umgesetzt wird.

Gesellschaftliche Verantwortung übernimmt auch der UNESCO-Lehrstuhl für Erdbeobachtung und Geokommunikation von Welterbestätten und Biosphärenreservaten an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg in der Abteilung Geographie. Er soll dazu dienen, den Einsatz moderner Methoden der Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung sowie BNE zu fördern. 

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