Blickpunkt Fernerkundung (BLIF) - Softwareentwicklung zur Auswertung digitaler Satelliten- und Luftbilder als Beitrag einer nachhaltigen Umweltbildung

Dr. Raimund Ditter, Dr. Simone Naumann, Prof. Dr. Alexander Siegmund
 
 
In Kooperation mit: Leiner & Wolff
 

"Wir würden die Erde nur verstehen, wenn wir sie von oben sehen könnten." 

Sokrates sollte mit dieser Aussage Recht behalten. Doch erst viele Generationen später wurde es möglich diesen faszinierenden Blick auf die Erde allen zu ermöglichen. Heute, mehr als 2000 Jahre später, ist der Umgang mit Satellitenbilder, erwiesener Maßen, eine Schlüsselmethode die Erde zu verstehen und mehr über ihre geowissenschaftlichen Zusammenhänge zu erfahren. Inzwischen ist der Einsatz von Luft- und Satellitenbildern eine methodische Grundkompetenz im modernen Geographieunterricht. Um die Möglichkeiten der Fernerkundung im Sinne einer geographischen Handlungskompetenz gewinnbringend in den Unterricht einbringen zu können, bedarf es hierfür einer schülergerechten Softwarelösung. Diese wurde, eingebunden in eine didaktische Gesamtkonzeption, im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprojektes BLIF entwickelt.


In Kooperation mit dem Softwareunternehmen Leiner & Wolff wurde die Entwicklung dieser web- basierenden Anwendung stetig optimiert, im schulischen Einsatz erprobt und anschließend ausgiebig evaluiert. Mit Hilfe der Webanwendung BLIF wird es Schülern und Schülerinnen ermöglicht, eingebunden in eine  problemorientierte, geographische Fragestellung, selbständig Fernerkundungsdaten zu bearbeiten und  auszuwerten. Die Anwendungsgebiete von BLIF sind fächerübergreifend und stellen enge Verbindungen sowohl zu den naturwissenschaftlichen und mathematischen Fachbereichen als auch zur Informatik her. Mögliche inhaltliche Fragestellungen sind hierbei sehr weit gestreut. Sie reichen von aktuellen Fragestellungen, wie Klimawandel, Desertifikation oder Umweltverschmutzung bis hin zu Themengebiete wie Stadtentwicklung, Tourismus, landwirtschaftliche Nutzungsformen, Naturkatastrophen  oder Exploration von Rohstoffen. Der Funktionsumfang des Programms reicht dabei von reinen Grundfunktionen, über Möglichkeiten der Bildaufbereitung, Bildbearbeitung und Bildklassifikation bis zur Möglichkeit der Bildauswertung und Bilddarstellung. Ein zentrales Kennzeichen dieser  Fernerkundungssoftware ist die altersgemäße und intuitive Bedienbarkeit – hierzu steht dem Nutzer sechs wählbare Assistenten in drei Schwierigkeitsstufen mit Rat und Tat zur Seite. Seine/ihre Hilfestellungen sind kurz und verständlich, dabei sind alle Schlüsselbegriffe intern verlinkt. Bei Bedarf werden dem Anwender in einem sich öffnenden Popup-Fenster weitere Erklärungen angeboten. Um das pädagogische Potential von BLIF nicht durch schulisch-administrative Zwänge einzuschränken, ist die Software als Webanwendung konzipiert. Dadurch hat jeder Nutzer von überall und ohne mühsame Installation Zugriff auf die Anwendung.

BLIF ist hier zugänglich

 

 

Hauptinterface der Webapplikation BLIF

 

Projektbeginn: 2009

 

Das Projekt wird gefördert von der Klaus Tschira Stiftung.

Choose your language: deutschenglish
Kontakt | Anfahrt | Netzwerke | News | Impressum | Intern